Kirum oder YNAB? Budget-Methode oder einfacher Überblick

Offenlegung: Wir entwickeln Kirum, sind also nicht neutral. Angaben zu anderen Apps sind mit Quelle und Stand belegt. Stimmt etwas nicht mehr, schreib uns an [email protected] – wir korrigieren es.

Geld im Voraus verplanen oder sehen, was übrig bleibt?

Fragt man in Foren nach einer App für die eigenen Finanzen, fällt schnell der Name YNAB. Die Idee dahinter: Jeder Euro bekommt eine Aufgabe, bevor du ihn ausgibst. Du verteilst dein Geld also im Voraus auf Töpfe, etwa für Miete, Einkauf oder die nächste Autoreparatur. Das ist mehr als Ausgaben aufschreiben, und es braucht Einarbeitung.

Kirum verteilt nichts im Voraus. Es zeigt dir, wohin dein Geld geht und was bis zum nächsten Gehalt übrig bleibt. Zahlst du im Laden mit dem iPhone, hat Kirum die Ausgabe nach einer einmaligen Einrichtung schon parat, und du bestätigst sie mit einem Tipp.

Welche App zu dir passt, hängt also vor allem an einer Frage: Willst du dein Geld planen, bevor du es ausgibst? Dafür ist YNAB gebaut. Reicht es dir zu wissen, wie viel noch da ist, musst du keine Methode lernen, und Kirum ist der kürzere Weg.

Was kann welche App, und was kostet sie?

Stand: 23. Oktober 2026. Die Quellen stehen am Ende der Seite.

YNABKirum
AnsatzBudget-Methode: jeder Euro bekommt eine Aufgabe (Nullsummen-Budget)Haushaltsbuch: sehen, wohin das Geld geht und was bis zum Gehalt bleibt
SpracheNur EnglischDeutsch (und 24 weitere Sprachen)
PreisAbo: 15,49 € im Monat oder 119 € im Jahr (App Store); auf ynab.com 109 US-Dollar im JahrKostenlos; Premium 19,99 € einmalig oder 3,99 € im Monat
Testzeitraum34 Tage über ynab.com, 30 Tage über den App StoreKostenloser Plan ohne Zeitlimit; Premium 7 Tage testen
BankverbindungOptional über Plaid; laut YNAB mindestens eine Bank pro Land, Deutschland gehört dazuKeine
BudgetsKern der AppNein
Was bis zum Gehalt bleibtÜber die Methode: Geld wird im Voraus verteiltDirekt sichtbar, sobald dein Gehalt als wiederkehrende Einnahme eingetragen ist
Apple PayAnbindung über Apple Wallet nur in den USA und Großbritannien, nicht in DeutschlandAutomatisch per Kurzbefehl, Bestätigung mit einem Tipp
WährungenEine Währung pro BudgetJede Ausgabe in ihrer eigenen Währung (69 Währungen)
Gemeinsam nutzenBis zu sechs Personen in einem Abo (YNAB Together)Nein
ImportCSV, OFX, QFX, QIFCSV-Import (Premium)
Wo deine Daten liegenServer in den USA (laut Datenschutzerklärung)Deine private iCloud, Finanzdaten nie auf Kirum-Servern
DatenschutzLaut App Store: Mit dir verknüpft, u. a. E-Mail, Finanzinformationen, genauer Standort, Kennungen, NutzungsdatenKeine Finanzdaten verlassen dein iPhone und deine iCloud
PlattformenWeb, iPhone, iPad, Apple Watch, AndroidNur iPhone
App-Store-Bewertung4,7 aus 1.081 Bewertungen4,5 aus 16 Bewertungen

Wann ist YNAB die bessere Wahl?

Du willst dein Geld planen, bevor du es ausgibst, und nimmst dir die Zeit, die Methode zu lernen. Dann ist YNAB die richtige App, denn Kirum hat gar keine Budgets.

Ihr plant zu zweit oder als Familie. In einem YNAB-Abo können bis zu sechs Personen mitmachen. Kirum ist ein Haushaltsbuch für eine Person.

Deine Buchungen sollen von allein in die App kommen. YNAB kann dein Konto über den Dienst Plaid verbinden, wenn du willst. Für Deutschland verspricht YNAB mindestens eine Bank, eine öffentliche Liste gibt es nicht. Prüf also in der Testphase, ob deine dabei ist.

Und am Computer planst du lieber als am Handy. YNAB läuft auch im Browser, auf dem iPad und auf Android. Kirum gibt es nur fürs iPhone.

Wann passt Kirum besser?

Englisch ist dir bei Geldsachen zu mühsam. YNAB gibt es nur auf Englisch, Kirum auf Deutsch.

Ein Jahresabo für eine Haushalts-App kommt für dich nicht infrage. YNAB kostet im deutschen App Store 119 € im Jahr. Kirum kannst du kostenlos nutzen, und was bis zum nächsten Gehalt übrig bleibt, siehst du schon da. Premium kostet 19,99 € einmalig oder 3,99 € im Monat.

Jeden Euro im Voraus verteilen ist dir zu viel, du willst nur wissen, ob das Geld bis zum Gehalt reicht. Dafür trägst du in Kirum Fixkosten und Gehalt einmal ein. Jede neue Ausgabe dauert dann unter 10 Sekunden.

Deine Finanzdaten sollen nicht auf Servern in den USA liegen. Dort speichert YNAB sie laut seiner Datenschutzerklärung. Bei Kirum liegen deine Einträge in deiner privaten iCloud. Keine Finanzdaten verlassen dein iPhone und deine iCloud, auch nicht zu uns.

Bist du oft in anderen Währungen unterwegs, behält in Kirum jede Ausgabe ihre Währung, und die Übersicht rechnet um. In YNAB hat ein Budget genau eine Währung.

Wie wechsle ich von YNAB zu Kirum?

Einen fertigen Umzug gibt es nicht. Kirum kann zwar CSV-Dateien importieren (mit Premium), und welche Spalte wohin gehört, ordnest du beim Import selbst zu. Mit Dateien aus YNAB haben wir den Import aber noch nicht getestet. Deine Budgets und die Ziele für Kategorien kommen nicht mit, weil es sie in Kirum nicht gibt.

Meist ist ein frischer Start einfacher:

  1. Trag die wiederkehrenden Zahlungen, die du in YNAB geplant hast, in Kirum als wiederkehrende Ausgaben ein: Miete, Versicherungen, Abos. Drei sind kostenlos, für mehr brauchst du Premium. Die Fixkosten-Liste hilft, nichts zu vergessen.
  2. Trag dein Gehalt als wiederkehrende Einnahme ein. Dann zeigt Kirum, was bis zum nächsten Gehalt übrig bleibt.
  3. Richte einmal den Kurzbefehl für Apple Pay ein. Die App führt dich Schritt für Schritt durch.

Dein YNAB-Abo kündigst du dort, wo du es abgeschlossen hast. Lief es über den App Store, findest du es auf dem iPhone unter Einstellungen → dein Name → Abonnements. Sonst kündigst du direkt bei YNAB.

Kann ich beide Apps nutzen?

Auf Dauer kaum. Die Apps sind nicht verbunden, du müsstest also jede Ausgabe zweimal eintragen. Zum Ausprobieren passt es aber: YNAB kannst du über die Website 34 Tage testen, Kirum kostenlos ohne Zeitlimit. Nach einem Monat weißt du, ob du lieber im Voraus planst oder nachschaust, was übrig ist.