Fixkosten-Liste: alle typischen Posten zum Abhaken
Welche Fixkosten habe ich alle?
Miete, Strom und Handy hast du schnell beisammen. Schwieriger sind die Posten, an die du nicht jeden Monat denkst: die Kfz-Steuer, die einmal im Jahr kommt, oder die Haftpflicht, die seit Jahren still abbucht. Fehlen sie, sieht deine Summe kleiner aus, als sie ist.
Deshalb lassen sich Fixkosten auch so schwer vergleichen. Wenn in Foren jemand nach den Fixkosten der anderen fragt, zählt jeder etwas anderes mit. Manche rechnen Lebensmittel und Sprit dazu, andere vergessen ihre Versicherungen. Eine ehrliche Zahl bekommst du erst mit einer vollständigen Liste.
Geh sie Bereich für Bereich durch. Schreib zu jedem Posten auf, wie viel er kostet, wie oft er abgebucht wird und an welchem Tag. Was nicht jeden Monat kommt, rechnest du auf einen Monat um. Am Ende kennst du die Summe, die jeden Monat schon verplant ist, bevor du überhaupt einkaufen warst.
Nicht jeder Posten betrifft dich. Streich, was nicht passt, und ergänz, was fehlt.
Wohnen
- Miete oder Kreditrate fürs Eigenheim
- Nebenkosten-Vorauszahlung oder Hausgeld
- Abschlag für Strom
- Abschlag für Gas oder Fernwärme
- Internet- und Festnetzanschluss
- Rundfunkbeitrag (früher GEZ)
- Hausratversicherung, bei Eigentum Wohngebäudeversicherung
- Stellplatz oder Garage
Versicherungen
Viele Versicherungen buchen nur einmal im Jahr ab. Wenn du nicht sicher bist, welche du hast, such auf den Kontoauszügen der letzten 12 Monate nach „Versicherung“.
- Private Haftpflichtversicherung
- Kfz-Versicherung
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Rechtsschutzversicherung
- Zahnzusatz- oder andere Krankenzusatzversicherungen
- Risikolebensversicherung
- Krankenversicherung, wenn du sie selbst zahlst (zum Beispiel als Selbstständige oder Selbstständiger)
- Tierhalterhaftpflicht oder Tierkrankenversicherung
Mobilität
- Deutschlandticket oder Monatskarte
- BahnCard
- Kfz-Steuer
- Leasing- oder Kreditrate fürs Auto
- Mitgliedschaft im Automobilclub, zum Beispiel ADAC
- Carsharing- oder Bikesharing-Mitgliedschaft
Handy, Internet und Abos
- Handyvertrag
- Streaming-Dienste für Filme und Serien
- Musik-Streaming und Hörbücher
- Cloud-Speicher
- App-Abos und Software-Lizenzen
- Zeitungen und Zeitschriften, digital oder gedruckt
- Spiele-Abos
Hier läuft am meisten unbemerkt weiter, weil sich Abos von allein verlängern. Wo du sie alle findest, steht in Alle Abos finden.
Familie, Gesundheit und Freizeit
- Kita, Hort, Ganztag oder Schulgeld
- Musikschule, Sportverein und Kurse der Kinder
- Taschengeld
- Unterhaltszahlungen
- Fitnessstudio
- Vereins- und Mitgliedsbeiträge, Gewerkschaft
- Regelmäßige Spenden
Bank und Vorsorge
- Kontoführungsgebühr
- Jahresgebühr der Kreditkarte
- Raten für Kredite und Ratenkäufe
- Sparpläne und Daueraufträge aufs Sparkonto
- Private Altersvorsorge
Ein Sparplan ist streng genommen keine Ausgabe. Er gehört trotzdem auf die Liste, weil das Geld jeden Monat fest verplant ist.
Was wird nur ein paar Mal im Jahr abgebucht?
Viele Fixkosten kommen nicht jeden Monat. Elf Monate lang denkst du nicht an sie, und dann bucht eine Versicherung auf einmal den ganzen Jahresbetrag ab. Gerade diese Posten fehlen oft in der Rechnung.
| Posten | Wie oft meistens |
|---|---|
| Kfz-Steuer | jährlich |
| Haftpflicht-, Hausrat-, Kfz-Versicherung | oft jährlich, wählbar |
| Rundfunkbeitrag | vierteljährlich, auf Wunsch anders |
| BahnCard | jährlich |
| Jahresabos (Software, Streaming, Cloud) | jährlich |
| Kreditkarten-Jahresgebühr | jährlich |
| Vereins- und Mitgliedsbeiträge | oft jährlich |
| Nebenkostenabrechnung | einmal im Jahr, als Nachzahlung oder Guthaben |
Wie oft ein Posten bei dir abgebucht wird, steht im Vertrag oder auf dem Kontoauszug. Für die Liste rechnest du alles auf einen Monat runter: Vierteljährliche Beträge teilst du durch 3, halbjährliche durch 6 und jährliche durch 12. Eine Kfz-Versicherung über 540 € im Jahr sind also 45 € im Monat. Wenn du diese 45 € jeden Monat zur Seite legen kannst, ist das Geld da, sobald abgebucht wird.
Was gehört nicht auf die Liste?
Für Lebensmittel, Tanken, Kleidung, Essen gehen und Geschenke gibst du zwar regelmäßig Geld aus, aber nie gleich viel. Das sind variable Kosten. Sie gehören in dein Haushaltsbuch, nicht auf die Fixkosten-Liste. Du bezahlst sie aus dem Geld, das nach den Fixkosten übrig bleibt.
Was mache ich mit der Summe?
Zähl alle Monatswerte zusammen und zieh die Summe von deinem Netto-Einkommen ab. Was bleibt, ist dein Spielraum für den Monat, also das Geld für Einkauf, Tanken und alles andere. Für Abos nimmt dir der Abo-Rechner das Zusammenzählen ab und rechnet gleich aufs Jahr hoch.
Ob deine Fixkosten hoch sind, hängt vor allem davon ab, wie viel reinkommt. Einen groben Richtwert zeigt dir der 50/30/20-Rechner. Bleibt nach den Fixkosten wenig übrig, hast du nicht automatisch etwas falsch gemacht. Miete und Strom kosten gleich viel, egal was du verdienst.
Hilfreich ist dann vor allem der Blick bis zum nächsten Gehalt. Der Tagesbudget-Rechner zieht die Posten, die bis dahin noch abgebucht werden, vom Kontostand ab und zeigt dir, wie viel du pro Tag ausgeben kannst. Bei den Abos lohnt sich außerdem ein zweiter Blick. Welche du behalten willst und wie du den Rest kündigst, steht in Abos prüfen. Wie du die Fixkosten dauerhaft im Blick behältst, liest du im Überblick zu Fixkosten und Abos.
Damit du die Liste nicht jeden Monat neu schreiben musst, kannst du deine Fixkosten in Kirum einmal als wiederkehrende Ausgaben eintragen, monatlich oder jährlich. Trägst du auch dein Gehalt als wiederkehrende Einnahme ein, siehst du, was bis zum nächsten Gehalt übrig bleibt. Drei wiederkehrende Ausgaben sind kostenlos, für mehr brauchst du Premium. Einen Bank-Login brauchst du nicht.
