Fixkosten und Abos im Griff: der Überblick

Wie viel bleibt nach Abzug aller Fixkosten?

Das Gehalt ist da, und ein paar Tage später sind Miete, Strom, Handy und deine Abos schon abgebucht. Wie viel dir danach für den Rest des Monats bleibt, weißt du nur ungefähr. Die Miete kennst du. Schwierig sind die Posten, die leise nebenher laufen: das Abo, das sich von allein verlängert, oder die Versicherung, die nur einmal im Jahr abbucht.

Hier siehst du die Schritte zu einer ehrlichen Zahl, und zu jedem gibt es eine ausführliche Anleitung.

Was zählt zu den Fixkosten?

Fixkosten sind Ausgaben, die regelmäßig anfallen und deren Höhe du vorher kennst. Beim Wohnen sind das Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Strom, Gas und Internet. Dazu kommen Versicherungen wie Haftpflicht, Hausrat, Kfz und Berufsunfähigkeit, außerdem der Handyvertrag und der Rundfunkbeitrag. Unterwegs zahlst du vielleicht das Deutschlandticket oder eine Monatskarte, mit Auto die Kfz-Steuer und eine Leasingrate.

Auch Abos und Mitgliedschaften sind Fixkosten: Streaming, Musik, Cloud-Speicher, Apps, Fitnessstudio, Zeitschriften und Verein. Sparpläne und Daueraufträge aufs Sparkonto gehören ebenfalls dazu, weil das Geld jeden Monat fest verplant ist. Alle Posten zum Abhaken findest du in der Fixkosten-Liste.

Lebensmittel, Essen gehen, Kleidung und Freizeit sind dagegen variable Kosten, weil ihre Höhe schwankt. Über sie entscheidest du jeden Monat neu, über Fixkosten nur, wenn du einen Vertrag änderst.

Was ist mit Kosten, die nur einmal im Jahr kommen?

Manche Fixkosten werden nur einmal im Jahr fällig, zum Beispiel Versicherungen, die Kfz-Steuer, Jahresabos und Mitgliedsbeiträge. Elf Monate lang denkst du nicht an sie. Im zwölften reißen sie ein Loch ins Konto.

Rechne sie deshalb auf den Monat um: Jahresbetrag ÷ 12. Eine Kfz-Versicherung über 540 € im Jahr sind 45 € im Monat. Wenn du diese 45 € jeden Monat zur Seite legen kannst, überrascht dich die Abbuchung nicht mehr.

Wie bekomme ich den Überblick über meine Fixkosten?

Fang mit dem Sammeln an. Geh die Kontoauszüge der letzten 12 Monate durch, denn nur so siehst du auch die jährlichen Posten. Schau außerdem in die Abo-Übersichten auf deinem Handy, bei PayPal und bei Amazon. Wo genau du suchst, auch ohne Kontoanbindung, steht in Alle Abos finden.

Danach bringst du jeden Betrag auf einen Monatswert, auch die wöchentlichen und vierteljährlichen. Bei Abos nimmt dir der Abo-Rechner das Umrechnen ab. Zähl alle Monatswerte zusammen und zieh die Summe von deinem Netto-Einkommen ab. Was bleibt, ist das Geld für alles Variable.

Zum Schluss gehst du deine Verträge durch. Jeder Vertrag, den du nicht mehr nutzt und kündigst, macht diesen Betrag ab dann jeden Monat größer. Welche drei Fragen beim Aussortieren helfen und was beim Kündigen gilt, steht in Abos prüfen.

Was ist am Ende des Monats noch übrig?

Die Summe deiner Fixkosten ist das eine. Im Alltag zählt vor allem, wie viel bis zum nächsten Gehalt noch auf dem Konto ist. Ein Kontostand von 900 € sieht entspannt aus. Wenn in einer Woche noch Miete und Versicherung abgehen, ist er es nicht.

Der Tagesbudget-Rechner zieht die Posten ab, die bis dahin noch abgebucht werden, und zeigt dir, wie viel du pro Tag ausgeben kannst. Ist das wenig, hast du nicht automatisch etwas falsch gemacht. Miete und Strom kosten gleich viel, egal was du verdienst.

Wie behalte ich meine Fixkosten dauerhaft im Blick?

Eine Liste, die du einmal aufschreibst, veraltet schnell, weil ein neues Abo dazukommt oder ein altes teurer wird. Trag deine Fixkosten deshalb dort ein, wo du auch deine übrigen Ausgaben siehst.

In Kirum trägst du jede feste Ausgabe einmal als wiederkehrende Ausgabe ein, täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich. Kirum bucht sie dann zum Termin automatisch ein und kann dich an anstehende Zahlungen erinnern. Trägst du auch dein Einkommen als wiederkehrende Einnahme ein, siehst du jederzeit, was bis zum nächsten Gehalt übrig bleibt. Drei wiederkehrende Ausgaben sind kostenlos, für mehr brauchst du Premium. Einen Bank-Login brauchst du nicht.